Zum Inhalt springen
EMBLEMATY.ORG

De Proposito

Res non verba

Platz für ein Emblem

Das Projekt untersucht Vorkommen und Funktion von Emblemen in polnischen Zisterzienserabteien vom späten 16. bis zum späten 18. Jahrhundert. Das Emblem gilt uns nicht als Zierrat, sondern als Werkzeug des Denkens und der klösterlichen Formung.

Ziele

Ziel ist ein kritischer Katalog der in den Zisterzienserabteien der einstigen Adelsrepublik erhaltenen Emblemzyklen, die Bestimmung der graphischen und literarischen Quellen einzelner Kompositionen sowie die Beschreibung der Wege, auf denen gedruckte Vorlagen aus Emblembüchern auf Wände, Gewölbe, Chorgestühle und Handschriftenseiten gelangten. Der Katalog wird öffentlich und mehrsprachig zugänglich sein.

Drei Forschungsfragen

  1. Welche gedruckten Emblembücher zirkulierten in zisterziensischen Bibliotheken, und in welcher Form erreichten sie die ausführenden Werkstätten?
  2. Wie verändert sich ein Emblem beim Übergang von der Buchseite auf die Wand: was bleibt von der Inscriptio, von der Pictura, von der Subscriptio?
  3. Gab es ein eigenes zisterziensisches Emblemrepertoire, unterschieden von jenem anderer Orden derselben Zeit?

Methodik

Grundlage sind Feld- und Archivforschung: photographische Dokumentation in situ, Arbeit mit alten Drucken und Klosterinventaren. Das Material wird nach der dreiteiligen Emblemstruktur beschrieben, was den Vergleich der gemalten Fassungen mit ihren gedruckten Vorlagen erlaubt. Jede Quellenzuschreibung erhält einen von drei Graden: sicher, wahrscheinlich, offen.

Zeitplan

Erstes Jahr: Bibliotheks- und Archivrecherchen, Aufbau des Datenmodells. Zweites Jahr: Dokumentation in den Abteien, Veröffentlichung einer Arbeitsfassung der Datenbank. Drittes Jahr: vergleichende Analyse, wissenschaftliche Publikationen, Freigabe des vollständigen Katalogs mit Motivindex.

Team

  • Magdalena Ficoń

    projektleitung

  • Magdalena Górska

    wissenschaftliche betreuung

Förderung

Das Projekt wird vom Nationalen Wissenschaftszentrum Polen gefördert, Antragsnummer 593363. Trägerinstitution: Päpstliche Universität Johannes Paul II. in Krakau.

Kontakt

Hinweise, Korrekturen und Nachrichten über uns unbekannte Emblemzyklen sind für das Projekt besonders wertvoll.